NARBEN IM GESICHT
Narben im Gesicht können durch Verletzungen, Verbrennungen, Operationen und vor allem durch schwere Akne entstehen. Akne, eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel, hinterlässt bei 95 % der Betroffenen sichtbare Spuren von Pickeln bis hin zu tiefen Narben. Sie entstehen durch wiederholte Entzündungen, das Ausdrücken von Mitessern und andere mechanische Eingriffe an von Akne betroffenen Stellen.
Ist die Haut bis in tiefere Schichten geschädigt, kann sie sich nicht mehr vollständig regenerieren. Zu den sichtbaren Folgen kommen oft psychische Belastungen, ein geringeres Selbstbewusstsein und eine verminderte Lebensqualität hinzu. Deshalb ist es wichtig, möglichst früh mit einer fachärztlichen Aknebehandlung zu beginnen. Gute Vorsorge kann helfen, Narben zu vermeiden. Für bereits bestehende Akne- und andere Narben stehen zudem verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – von kosmetischer Pflege zu Hause bis zu professionellen dermatologischen Verfahren.
Wie lässt sich der Entstehung von Narben vorbeugen?
Die Pflege von Mischhaut und fettiger Haut, die zu Akne und Narben neigt, ist anspruchsvoll. Umso wichtiger ist ein durchdachter Pflegeplan. Zur Vorbeugung von Akne und anschließender Narbenbildung zu Hause sind nicht komedogene Pflege- und Make-up-Produkte, die die Poren nicht verstopfen, entscheidend. Auch fettige Haut braucht ausreichend Feuchtigkeit; dafür eignen sich feuchtigkeitsspendende Produkte in Form leichter Gele und Emulsionen.
Für Haut mit Akne stehen passende Pflegeprodukte bereit. Besonders wichtig sind dabei Produkte zur Gesichtsreinigung. Durch gründliche Reinigung der Haut morgens und abends können Sie Entzündungen und damit auch Aknenarben entgegenwirken. Zur Pflege von Aknehaut gehören außerdem Peelings und Masken (ein- bis zweimal wöchentlich) sowie eine Tiefenreinigung mit Dampfbad (einmal monatlich, idealerweise im Kosmetikstudio). Erhältlich sind auch spezielle Produkte, die Akne und Mitesser reduzieren und Aknenarben vorbeugen sollen.
Drücken Sie Pickel keinesfalls aus und wechseln Sie Pflegeprodukte nicht wahllos. Sinnvoller ist es, eine empfohlene Pflegeroutine mit bestimmten Wirkstoffen mehrere Wochen lang auszuprobieren und erst bei ausbleibendem Erfolg zu wechseln. Und vor allem: Machen Sie sich wegen möglicher Fehler bei der bisherigen Pflege keine Vorwürfe. Die mit Akne verbundenen Entzündungen können so hartnäckig sein, dass sie kaum spurlos vorübergehen. Haben Sie Geduld und geben Sie Ihrer Haut nach der Entzündung Zeit, ihre Kollagenfasern zu erneuern.
Bewährte Kosmetik bei Akne:
Was hilft gegen Aknenarben?
Auch zu Hause können Sie etwas gegen Aknenarben tun. Leichte Hautunebenheiten lassen sich überschminken. Bei ausgeprägteren Narben können Sie ein glättendes Gesichtspeeling mit AHA-Säuren, ein regenerierendes Serum mit Vitamin C oder pflegende Körperöle für Narben und Dehnungsstreifen ausprobieren. Zudem gibt es spezielle Cremes und Gele, die verhärtete, erhabene Narben verschiedener Art – ob neu oder älter – geschmeidiger machen sollen. Regelmäßige Massagen mit einer herkömmlichen, nicht komedogenen Creme können Narben ebenfalls mildern. Dadurch fördern Sie die Durchblutung und Elastizität der vernarbten Haut. Mit wirksamem Sonnenschutz beugen Sie einer Verdunkelung der Aknenarben vor. Kosmetik mit Kojisäure kann helfen, Pigmentflecken durch Sonne und Akne zu reduzieren.
Stärkere Aknenarben gehören in die Hände von Dermatologen. Erhabene Narben können mit Steroiden behandelt werden, die direkt in die betroffene Stelle injiziert werden. Eingesunkene Narben glätten Fachleute mit verschiedenen Laserverfahren oder füllen sie durch Injektionen mit Kollagen oder Hyaluronsäure auf. Weitere Verfahren zur Hautglättung sind professionelle chemische Peelings und Dermabrasion sowie gegebenenfalls Mikrodermabrasion, die auch in Kosmetikstudios angeboten wird. Auch Microneedling mit Radiofrequenz, das die Bildung von Kollagen und Elastin anregt, wird eingesetzt. Eine individuell abgestimmte Behandlung der Aknefolgen kann durch eine lokale Therapie mit Antibiotika oder Retinoiden ergänzt werden. Als letzte Möglichkeit kommt eine Operation infrage, bei der die Narbe entfernt und durch ein Hauttransplantat von einer anderen Körperstelle ersetzt wird.
Bedenken Sie, dass auch fachärztlich behandelte Aknenarben wiederholte Eingriffe und eine langfristige Therapie erfordern können, deren Kosten größtenteils nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Umso wichtiger ist es, mit sorgfältiger Pflege und passenden Kosmetikprodukten ihrer Entstehung vorzubeugen. Wir beraten Sie gern – zum Beispiel im Online-Chat direkt auf den Seiten unseres Shops.
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