Puder: ein praktischer Überblick
Ein Schönheitshelfer seit Jahrhunderten
Wer liebt ihn nicht, den Puder? Der Klassiker mattiert die Haut, fixiert Make-up und legt sich wie ein zarter Schleier über Falten. Frauen und Männer verwenden ihn seit frühesten Zeiten für vielerlei Zwecke. An Puder erinnert manches: Sand an einem exotischen Strand oder der nostalgische Duft eines Parfums. Und das Nachpudern – oder ein absichtlich vergessener Puder – taugt auch als Ausrede.
Bei geselligen Essen ebenso wie in Büchern und Filmen sagen Frauen häufig: „Entschuldigen Sie mich – ich gehe mich kurz nachpudern.“ Dass auch Männer diese Gewohnheit kennen, zeigt Lucy Vine in ihrem Buch Sexy chaotička: „Tony ist wegen Světlana sehr nervös und schlägt eine Pause vor, damit sich die Damen die Nase pudern können – etwas, das sie, wie er weiß, gern tun. Ist er wirklich so rücksichtsvoll?“
Ein wenig Puder auftragen möchte auch die Heldin aus Tady a teď von Adele Parks: „Nicht, dass ich Dean beeindrucken wollte“, erklärt sie. „Es geht nicht darum, für ihn möglichst gut auszusehen. Aber ich möchte auch nicht ganz schrecklich aussehen, und davon bin ich gerade nicht weit entfernt. Ich bin furchtbar blass.“ Puder erwähnt ebenso Jaromíra Kolárová in Naděje má hluboké dno: „Noch kurz nachpudern, und schon fühlt man sich besser. Für mein Alter sehe ich ganz passabel aus; manche Jüngere sehen schlechter aus. Viele Falten habe ich nicht, nur braune Schatten unter den Augen.“
Die beliebtesten Puder:
Was macht Puder so beliebt?
Puder ist ein feines Pulver fürs Gesicht und erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Er fixiert vor allem das Make-up und verlängert dessen Halt. Zugleich mattiert er die Haut und nimmt Talg sowie Glanz auf. Er gleicht den Hautton aus und sorgt für ein weiches, samtiges Hautbild. Linien und Falten erscheinen optisch gemildert. Kompaktpuder kann kleine Makel kaschieren; leicht schimmernder Puder verleiht Gesicht und Körper einen frischen Look mit jugendlicher Ausstrahlung.
Früher war es nicht leicht, einen Puder ohne Kompromisse zu finden. Heute stehen verschiedene Kosmetikpuder zur Wahl, darunter auch Mineralpuder.
Ein Puder mit Spiegel und Puderquaste, Pinsel oder Schwämmchen in einer dekorativen Puderdose ist ein hübscher Begleiter für die Handtasche oder den Schminktisch. Sorgfältig aufgetragen verlängert Puder den Halt des Make-ups. Mehrmaliges Nachpudern am Tag genügt, und Sie können direkt vom Büro zur Abendveranstaltung aufbrechen!
Ein Blick in die Geschichte des Puderns
Bevor Frauen gezielt ihre Nase puderten und Augen und Lippen für ein schöneres, verführerisches Aussehen und mehr Selbstbewusstsein betonten, hatte Schminke eine andere Bedeutung. Seit prähistorischer Zeit diente sie als Schutz vor ungünstiger Witterung und Insekten sowie als Zeichen der Stammeszugehörigkeit oder der Bereitschaft für Kämpfe und traditionelle Zeremonien. Hergestellt wurde sie auf der Grundlage von Lehm oder Kreide.
Vom alten Ägypten und China über die Römerzeit zu Beginn unserer Zeitrechnung und das Mittelalter bis zum Ende des 19. Jahrhunderts galt weißer Puder als Zeichen eines hohen gesellschaftlichen Rangs. Als Ausgangsstoffe dienten gemahlene Iriswurzel oder Mehl, aber auch Schwermetalle wie Blei, die später als Ursache von Vergiftungen erkannt wurden.
Weiß gepuderte Haut ist in zahlreichen Kunstwerken zu sehen, etwa in Botticellis Renaissancegemälde Die Geburt der Venus oder in Bildern aus der elisabethanischen Epoche. Besonders starkes Pudern kam im Rokoko nach 1730 in Mode; auch Perücken wurden damals bestäubt. In dieser Zeit entstanden kostbare Puderdosen. Bekannt waren zudem die dicken Puderschichten bei Schauspielerinnen und Schauspielern.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wandten sich medizinische Initiativen gegen gesundheitsschädliches Make-up. Auch die Filmindustrie trug wesentlich zur Entwicklung von Schminkprodukten bei. Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich Pudertöne, die dem Hautton ähnelten und die Haut mattierten. Statt Makel unter einer dicken Schicht zu verbergen, wollte man nun ein vitales Aussehen dezent unterstreichen.
Als Wegbereiter moderner Puder gingen im 20. Jahrhundert Marken wie Laughton & Sons, Max Factor, Helena Rubinstein und Elizabeth Arden in die Geschichte ein. Puder wird bis heute als Pulver aus Talkum, Kaolin, Kreide und Farbpigmenten angeboten. Zugleich entwickeln Kosmetikunternehmen ihre Produkte immer weiter – zum Vorteil der Anwenderinnen und Anwender.
Im 21. Jahrhundert verwenden vor allem Frauen Puder; beim Theater- und Film-Make-up kommt er jedoch auch bei Männern zum Einsatz. Kurz vor einer Fernsehsendung zeigen Kameras mitunter Visagistinnen und Visagisten, die Teilnehmende an Debatten abpudern, damit ihre Haut nicht glänzt. Zum heutigen, dezenten „Nude“-Make-up passt ein leichter Puderauftrag.
Welche Puderarten gibt es?
Die Auswahl an dekorativer Kosmetik ist groß, und die Wahl eines Puders oder Make-ups kann besonders schwierig sein. Der folgende Überblick zeigt Ihnen, welche Puder je nach Ihren Bedürfnissen und Wünschen infrage kommen.
Die Grundformen:
Dank enthaltenen Bindemitteln zu einer festen Masse gepresst. Ideal für die Handtasche, um schnell nachzupudern und kleine Makel abzudecken. Auch als cremige Variante erhältlich.
Feines Pulver für eine leichte Deckkraft, besonders bei eher fettiger Haut. Es fixiert das Make-up lang anhaltend, nimmt Talg auf und sorgt im Handumdrehen für einen „pfirsichzarten“ Look.
Auch Puderkügelchen genannt. Die gepressten Puderkugeln lassen sich mit einem Pinsel schnell als Abschluss des Make-ups oder allein, etwa zum Konturieren, auftragen.
Farbvarianten:
Enthält Farbstoffe, manchmal sogar mehrere in einer Kompaktpackung, mit denen sich ein besonderer Effekt erzielen lässt.
Ohne Farbpigmente und für alle Hauttöne und Untertöne geeignet. Er fixiert Make-up und sorgt für ein samtiges Finish.
Puder und ihre Funktionen:
Mattierender Puder – besonders interessant bei fettiger und Mischhaut. Er mattiert, nimmt überschüssiges Fett auf und beugt der Bildung von Komedonen vor.
Deckender Puder – seine Formulierung ist darauf ausgerichtet, Unregelmäßigkeiten im Gesicht wie Mitesser, Rötungen und ungleichmäßige Hauttöne zu kaschieren.
Aufhellender Puder – legt einen dezenten, lichtreflektierenden Schleier auf das Gesicht. Er sorgt für Leuchtkraft und lässt Poren sowie feine Falten weniger sichtbar erscheinen.
Bronzing-Puder – für einen sonnengebräunten, strahlenden Teint. Er eignet sich auch für Konturen oder rosige Wangen und kann so Rouge ersetzen.
Ein Blick auf die Zusammensetzung:
Mineralpuder – ein Pulver aus fein gemahlenen Materialien, das Licht besonders gut reflektiert. Er kann Make-up ersetzen.
Puder – ein Schminkprodukt.
TIPPS FÜR DIE PUDERAUSWAHL
Orientieren Sie sich bei der Wahl am Farbton Ihrer Haut oder greifen Sie zu einem Produkt, das eine Nuance heller ist. Im Sommer benötigen Sie wahrscheinlich einen dunkleren, im Winter einen helleren Puder.
Bronzing-Puder steht dunkleren Hauttönen besonders gut. Bei einem sehr hellen Teint kommen rosa-, pfirsich- oder honigfarbene Puder infrage. Testen Sie die einzelnen Farbtöne am Übergang zwischen Kiefer und Hals.
Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie transparenten Puder. Er verbindet sich optisch mit dem verwendeten Make-up und verleiht ihm ein samtig-mattes Finish. Auch Visagistinnen und Visagisten schätzen dieses Schminkprodukt.
Puder richtig auftragen
Tragen Sie jede Puderart mit einer Puderquaste, einem Pinsel oder einem Schwämmchen von der Gesichtsmitte nach außen auf – vom Nasenansatz über die Wangen bis zu Stirn und Kinn. Ein leichter Hauch genügt, damit keine maskenhafte Schicht entsteht. Ein wenig Glanz ist heute durchaus erwünscht; daher reicht es meist, die problematische T-Zone abzupudern.
Bei eher fettiger Haut nehmen Sie vor dem erneuten Pudern zunächst den Talg auf – mit einem mattierenden Tuch oder einem Papiertaschentuch. Tragen Sie vor einer Abendveranstaltung auch auf Hals, Dekolleté und gegebenenfalls Rücken Puder auf. Waschen Sie Ihre Kosmetikwerkzeuge regelmäßig und lassen Sie sie sorgfältig trocknen.
Die Puderfavoriten unserer Kundinnen
Ein langanhaltend ebenmäßiger Teint ist das Versprechen des beliebten Kompaktpuders Max Factor Creme Puff mit schimmernden Partikeln. In einer Rezension heißt es: „Ein sehr schöner, hochwertiger Puder mit angenehmem Duft. Ich empfehle ihn.“
Ebenfalls gefragt ist das kompakte Puder-Make-up als 2-in-1-Produkt, das morgens zu Hause viel Zeit spart. Angeboten wird es beispielsweise von Makeup Revolution London, Maybelline, Clinique und Estée Lauder.
Beliebt sind außerdem Paletten mit Puder in verschiedenen Farbtönen und dekorative Sets mit diesen Produkten. Wenn Sie im Filter angeben, dass ein Kosmetik-Geschenkset Puder enthalten soll, gelangen Sie direkt zur passenden Auswahl. Vielleicht entdecken Sie dort Ihren Wunschpuder.
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