Welche Haartypen gibt es und wie pflegen Sie sie?
Wünschen Sie sich Haare, die alle Blicke auf sich ziehen? Mehr Volumen, strahlender Glanz und samtig weiches Haar können auch für Sie erreichbar sein.
Entscheidend ist die passende Pflege.
Haare brauchen ebenso wie die Haut regelmäßige Pflege. Eine Lösung für alle gibt es dabei nicht: Richten Sie die Pflege stets nach Ihrem Haartyp und seinen Bedürfnissen aus. Trockenes Haar benötigt eine andere Pflege als fettiges Haar. Hier stellen wir Ihnen die verschiedenen Haartypen vor und zeigen, wie Sie sie am besten pflegen.
Normales Haar
Fettet Ihr Haar kaum nach, ist es nicht ausgetrocknet und bereitet Ihnen auch sonst keine Probleme? Dann haben Sie vermutlich normales Haar. Es sieht gesund aus, glänzt und Frisuren behalten meist gut ihre Form.
Normales Haar gilt als idealer Haartyp – doch auch es braucht die richtige Pflege.
Woran erkennen Sie normales Haar?
- Es fettet nicht zu schnell nach.
- Es ist weder trocken noch brüchig.
- Es lässt sich leicht frisieren.
- Es sieht gesund aus.
Ein ausgewogenes Verhältnis von Feuchtigkeit und Talg ist entscheidend für seinen guten Zustand.
Fettiges Haar
Wird Ihr Haar schnell fettig und verliert an Volumen? Die Hauptursache ist eine erhöhte Talgproduktion: Der Talg sammelt sich auf der Kopfhaut und im Haar.
Die Folge: Das Haar wirkt platt und kraftlos; auch fettige Schuppen können auftreten.
Woran erkennen Sie fettiges Haar?
- Es fettet schnell nach, oft schon am zweiten Tag nach dem Waschen.
- Es verliert Volumen und Elastizität.
- Die Haare kleben aneinander.
- Schuppen können auftreten.
Die Ursache liegt nicht im Haar, sondern auf der Kopfhaut.
Trockenes Haar
Im Gegensatz zu fettigem Haar wirkt trockenes Haar oft schon auf den ersten Blick geschwächt und spröde. Es bricht häufig; typisch sind außerdem eine trockene Kopfhaut und splissige Spitzen.
Das Hauptproblem: Dem Haar fehlen Feuchtigkeit und ein schützender Film.
Warum wird Haar trocken?
- häufiges Föhnen und Glätten
- Färben oder Aufhellen
- Sonneneinstrahlung
- ungeeignete Ernährung oder Stress
Trockenes Haar kann Feuchtigkeit nicht halten und verliert dadurch Glanz und Elastizität.
Mischhaar
Mischhaar vereint zwei Probleme: fettige Ansätze und trockene Längen mit splissigen Spitzen.
Deshalb zählt es zu den anspruchsvollsten Haartypen bei der Pflege.
Das Problem ist ein Ungleichgewicht: Die Kopfhaut produziert Talg, während die Längen ausgetrocknet sind.
Wie entsteht Mischhaar?
- durch ungeeignete Haarpflegeprodukte
- durch häufiges Styling mit Hitze, etwa mit Föhn oder Glätteisen
- durch unpassende Pflege, beispielsweise Conditioner am Ansatz
Jeder Haarbereich braucht eine andere Pflege.
Geschädigtes Haar
Woran erkennen Sie geschädigtes Haar? Es wirkt matt und glanzlos, fühlt sich rau an und bricht leicht. Oft lässt es sich zudem schwer kämmen und sieht kraftlos aus.
Das Hauptproblem: Die geschädigte Haarstruktur kann Feuchtigkeit und Festigkeit nicht bewahren.
Warum wird Haar geschädigt?
- häufiges Föhnen, Glätten und Lockenstyling
- Chlor und Salzwasser
- Sonneneinstrahlung
- Stress und ungeeignete Ernährung
Haarschäden entstehen nicht auf einmal, sondern nach und nach.
Feines Haar
Feines Haar hat wenig Volumen und wirkt oft platt und kraftlos. Es ist dünner, empfindlicher und Frisuren halten schlechter ihre Form.
Typisches Merkmal: Das Haar fällt schnell in sich zusammen und reagiert auf Veränderungen wie Feuchtigkeit, Styling oder Wetter.
Woran erkennen Sie feines Haar?
- Es fehlt ihm an Volumen.
- Es ist schwach und wird leicht beschwert.
- Die Frisur hält nicht lange.
- Es wirkt schnell platt.
Feines Haar hat weniger Struktur und braucht deshalb eine leichte, gezielte Pflege.
Lockiges und welliges Haar
Welliges und lockiges Haar ist durch die Form der Haarfollikel in der Kopfhaut geprägt, aus denen es wächst. Bei Locken sind die Follikel oval: Je ovaler sie sind, desto lockiger ist das Haar. Glattes Haar wächst dagegen aus runden Follikeln. Welliges und lockiges Haar ist häufig trocken und brüchig und benötigt daher viel Feuchtigkeit.
Ergänzen Sie feuchtigkeitsspendendes Shampoo und Conditioner durch regenerierende, feuchtigkeitsspendende Masken und Haaröle. Waschen Sie diesen Haartyp nicht täglich, sondern höchstens dreimal pro Woche. Lassen Sie das Haar am besten an der Luft trocknen oder föhnen Sie es mit einem Diffusor. Lesen Sie mehr über welliges und lockiges Haar.
Coloriertes Haar
Färben Sie Ihr Haar regelmäßig? Dann braucht es eine besondere Pflege zum Schutz der Farbe und der Haarstruktur.
Beim Färben öffnet sich das Haar und wird geschwächt, wodurch es anfälliger für Schäden ist.
Das Hauptproblem: Feuchtigkeits- und Glanzverlust sowie das allmähliche Auswaschen der Farbe.
Warum braucht coloriertes Haar eine andere Pflege?
- Es wird durch den chemischen Prozess geschwächt.
- Es trocknet leichter aus.
- Die Farbe wäscht sich nach und nach aus.
- Es reagiert empfindlicher auf Hitze und Sonne.
Coloriertes Haar ist empfindlicher und braucht Schutz.
Graues Haar
Ist Ihr graues Haar zugleich schwächer und brüchiger? Das Ergrauen ist ein altersbedingter Prozess, bei dem das Haar nach und nach Pigmente verliert.
Wissenswert: Graues Haar ist nicht nur „farblos“ – auch seine Struktur verändert sich. Oft ist es trockener und rauer.
Warum ergraut das Haar?
- Mit dem Alter nimmt die Bildung von Melanin, dem Farbpigment, ab.
- Das Haar verliert seine ursprüngliche Farbe.
- Auch seine Struktur verändert sich.
Deshalb fühlt sich graues Haar oft anders an als zuvor.
Haar mit Schuppen
Schuppen entstehen häufig bei empfindlicher oder trockener Kopfhaut. Sie zeigen sich durch Juckreiz, Hautschüppchen und ein unangenehmes Gefühl auf der Kopfhaut.
Im Winter treten sie häufiger auf, wenn die Luft trocken ist und die Kopfhaut stärker belastet wird. Sie können aber auch im Sommer vorkommen.
Warum entstehen Schuppen?
- trockene oder gereizte Kopfhaut
- ungeeignete Haarpflegeprodukte
- Wetterwechsel, Kälte und trockene Luft
- eine Vermehrung von Hefepilzen auf der Kopfhaut
Schuppen sind nicht nur ein optisches Problem, sondern auch ein Zeichen für ein Ungleichgewicht der Kopfhaut.
Widerspenstiges Haar
Widerspenstiges Haar erkennen Sie leicht: Es hält die gewünschte Form nicht, verknotet sich und steht in alle Richtungen ab. Dieser Haartyp braucht eine darauf abgestimmte Pflege. Wählen Sie dafür hochwertige Haarprodukte, die auf die Bedürfnisse von widerspenstigem und krausem Haar zugeschnitten sind.
Auch der richtige Haarschnitt kann widerspenstiges Haar bändigen. Lassen Sie sich dabei von einem erfahrenen Friseur beraten. Vermeiden Sie zu starke Hitze, häufiges Färben und einen groben Umgang mit dem Haar. Erfahren Sie mehr über widerspenstiges Haar.
Männerhaar
Auch Männerhaar braucht eine Pflege, die zum jeweiligen Haartyp passt. Männer sollten Haarprodukte daher nach ihrem Haartyp und möglichen Haarproblemen auswählen. Bei kurzem Haar reicht ein hochwertiges Shampoo aus; bei längerem Haar gehört auch ein Conditioner zur regelmäßigen Pflege.
Stylingprodukte wie Haarcremes, Gele und Pasten helfen beim Frisieren. Wer einen Bart trägt, sollte auch ihn pflegen. Dafür sind Bartöle und Bartcremes erhältlich. Möchten Sie mehr über die Haarpflege für Männer erfahren?
Kinderhaar
Die Pflege von Kinderhaar richtet sich nach dem Alter des Kindes. Das sehr feine Haar von Babys lässt sich zunächst einfach mit Wasser waschen. Nach etwa einem halben Jahr können Mütter auch speziell für Kinder bestimmte Shampoos verwenden, die auf die feine Kinderhaut abgestimmt sind.
Mit zunehmendem Alter wird das Haar kräftiger. Dann kann ein Conditioner das Kämmen erleichtern. In der Pubertät haben Kinder aufgrund hormoneller Veränderungen häufig fettiges Haar. Dafür eignen sich Produkte für fettiges Haar. Lesen Sie mehr über Kinderhaar.