Wie Sie das Haarwachstum fördern können

Welche Aufgaben hat das Haar?

Zunächst etwas Theorie: Wozu dient unser Haar? Ursprünglich entstand es als Schutz vor Hitze und Kälte, um eine Überhitzung oder Unterkühlung von Kopf und Gehirn zu verhindern. Ebenso wichtig ist der Schutz vor UV-Strahlung, den das Haar bietet. Glänzendes, kräftiges Haar gilt zudem als Zeichen von Gesundheit, Schönheit und persönlicher Attraktivität.

Zusammengefasst erfüllt das Haar drei wesentliche Aufgaben:

  • Regulierung der Körpertemperatur,
  • Schutz vor Sonnenstrahlung,
  • ästhetischer Ausdruck der Persönlichkeit.

Was zählt alles zum Haar?

Die meiste Aufmerksamkeit gilt dem Kopfhaar – davon haben wir im Durchschnitt 100.000. Zur gesamten Körperbehaarung gehören jedoch auch Bart, Wimpern, Augenbrauen und die Haare am übrigen Körper, bis hin zu den feinsten, kaum sichtbaren Härchen. Insgesamt sind es etwa fünf Millionen.

Wie ist ein Haar aufgebaut?

Ein Haar besteht aus der in der Haut liegenden Wurzel und dem Haarschaft oberhalb der Hautoberfläche. Die folgenden Grundbegriffe erklären seinen Aufbau:

Follikel – eine Hülle um die Haarzwiebel, aus der das Haar wächst. Er liegt vier Millimeter unter der Haut und umfasst Talg- und Schweißdrüsen sowie Blutgefäße. An jedem Haar sitzt ein kleiner Muskel, der es aufrichtet und Talg herausdrückt. Haarfollikel bilden sich bereits im fünften Schwangerschaftsmonat.

Keratin – ein festes Strukturprotein, das rund 80 % des Haaraufbaus ausmacht. Es bestimmt Festigkeit, Dehnbarkeit und Elastizität des Haars. Glattes Haar enthält mehr Keratin. Krauses, widerspenstiges oder gefärbtes Haar lässt sich mit keratinhaltiger Haarkosmetik glätten und regenerieren.

Melanin – das Pigment, das dem Haar seine Farbe gibt. Wird es nicht mehr gebildet, wird das Haar weiß.

Kutikula – die äußere, sehr feste Schutzschicht des Haars. Sie widersteht mechanischen Einflüssen und Sonnenstrahlung und verleiht dem Haar ein kräftiges Aussehen.

Haarrinde (Kortex) – der Hauptteil des Haars direkt unter der Kutikula; er besteht aus Keratinfasern und Pigmentkörnern.

Haarmark (Medulla) – der zentrale, versorgende Teil des Haars, der aus Keratin mit hohem Fettgehalt besteht.

Die drei Phasen des Haarwachstums

Anagen – die erste Phase, in der das Haar aktiv wächst. Sie dauert durchschnittlich drei Jahre; meist befinden sich bis zu 90 % der Haare in dieser Phase.

Katagen – die zweite Phase, in der das Wachstum stoppt. Das Haar ruht etwa drei Wochen.

Telogen – die dritte Phase, in der das Haar ausfällt. Sie dauert zwei bis vier Monate und betrifft meist 10 % der Haare. Diese werden nach und nach durch neue Haare ersetzt, die wieder in die Anagenphase eintreten.

Kosmetik zur Stärkung der Haare

Wichtig zu wissen: Anzahl, Farbe, Stärke und Form der Haare sind angeborene Merkmale. Am schnellsten wächst das Haar im Alter von 16 bis 24 Jahren, und Spliss muss mitunter einfach abgeschnitten werden. Auch die Zahl der Haarfollikel nimmt im Laufe des Lebens nicht zu, sondern eher ab. Jeder Mensch verliert durchschnittlich 50 bis 100 Haare pro Tag, bei androgenetischer Alopezie bis zu 200.

Die Haarkondition unterstützen Sie vor allem mit einer ausgewogenen Ernährung aus Proteinen, gesunden Fetten, Obst und Gemüse. Achten Sie außerdem auf Bewegung, ausreichendes Trinken und Schlaf sowie darauf, Stress abzubauen. Besonders wichtig sind die Vitamine A, D, H, C, E und B12 sowie die Mineralstoffe Zink und Eisen.

Zu einer umfassenden Haarpflege gehört auch moderne, stärkende Haarkosmetik. Probieren Sie beispielsweise:

Wenn Sie intensive Seren und Kuren in Ihre Pflege aufnehmen, ist Geduld gefragt. Wegen der Wachstumsphasen des Haars (siehe oben) lassen sich Ergebnisse erst nach etwa drei Monaten beurteilen. Auch Ölpackungen und Haarmasken für zu Hause oder eine Spülung mit Apfelessig können dem Haar zugutekommen; Letztere spendet den Haarfollikeln direkt Energie. Und zum Schluss noch eine pikante Besonderheit: Auch die Vorfreude auf Sex fördert das Haarwachstum!

Produkte zur Förderung des Haarwachstums

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